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Kennen Sie das Gefühl, zwei Seelen in einer Brust zu haben?
In der Teilearbeit spüren wir destruktive Denkweisen sowie produktive oder unproduktive innere Anteile auf, um innere Konflikte nachhaltig zu lösen. Finden Sie zu mehr Gelassenheit, Abgrenzungsfähigkeit, Selbstfürsorge und neuem inneren Frieden.

„Es schlagen zwei Seelen in meiner Brust“ – dieser Satz ist weit mehr als eine Redewendung. In der modernen Psychotherapie betrachten wir die menschliche Psyche nicht als starres Ganzes, sondern als ein lebendiges System aus verschiedenen inneren Anteilen. Manchmal fühlt es sich an, als hätten wir eine ganze Mannschaft an Bord, bei der jeder in eine andere Richtung steuert.
Da gibt es vielleicht den unerbittlichen inneren Kritiker, den Perfektionisten, den Ängstlichen oder den Fürsorglichen. Solange diese Anteile im Verborgenen gegeneinander arbeiten, kostet uns das im Alltag unendlich viel Kraft und führt zu Erschöpfung, Zweifeln oder Blockaden.
In meiner Praxis in Hamburg nutze ich für die Arbeit mit dem „inneren Team“ wissenschaftlich fundierte und anerkannte Methoden der Teilearbeit (u. a. das Ego-State-Modell). Das Ziel ist es nicht, ungeliebte Anteile zu bekämpfen oder wegzudrücken – denn jeder Anteil hat ursprünglich einmal eine schützende, positive Absicht für Sie verfolgt. Es geht vielmehr darum, Ordnung in das innere System zu bringen, die Kommunikation der Anteile untereinander zu verbessern und verletzte oder blockierte Seiten behutsam zu integrieren.
Aufspüren & Kennenlernen
Wir identifizieren die verschiedenen Stimmen und Dynamiken in Ihrem aktuellen Konflikt. Wer spricht da gerade? Was fordert dieser Anteil?
Verständnis & Würdigung
Wir ergründen die positive Absicht hinter dem Verhalten – selbst hinter scheinbar destruktiven Mustern wie Selbstsabotage oder starkem Grübeln.
Neuordnung & Führung
Ihr „gesundes Ich“ übernimmt wieder die liebevolle und bestimmte Führung auf der Brücke Ihres Lebens. Die Anteile arbeiten fortan für Sie, nicht mehr gegen Sie.
Vielleicht fragen Sie sich, worin sich die systemische Aufstellung und die innere Teilearbeit eigentlich unterscheiden. Tatsächlich überschneiden sich beide Ansätze stark – man kann sich das „Innere Team“ wie ein eigenes, inneres System vorstellen, dessen Anteile man ebenso aufstellen und ordnen kann.
Warum ich die Teilearbeit im geschützten 1:1-Setting nutze: Ich setze diese Methode vor allem dann ein, wenn sich im therapeutischen Gespräch zeigt, dass die prägenden ersten 21 Jahre unseres Lebens – mit all den Entwicklungsphasen und dem natürlichen Streben nach Autonomie – nicht optimal verlaufen sind. Wenn in dieser Zeit starke Gefühle unterdrückt werden mussten und Verletzungen entstanden sind, die noch nachhaltig wirken, können sie im Hier und Jetzt zu einem regelrechten „emotionalen Fluten“ führen.
In solchen Momenten empfinden viele Klienten eine Klärung im Rahmen einer großen Gruppe als zu mächtig, ungeschützt oder emotional schlicht überwältigend. Hier bietet das 1:1-Setting in meiner Hamburger Praxis absolute Sicherheit. Es ist für den Heilungsprozess kognitiv und emotional unglaublich wichtig, diese Dinge visuell und haptisch greifbar zu machen. Über Stuhldialoge, Imaginationen oder das Aufzeichnen des Inneren Teams auf dem Blatt können Sie Ihre Anteile quasi „anfassen“, sicher betrachten und in Ihrem ganz eigenen Tempo neu ordnen.
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